Aktuelle Termine

Karwoche & Ostern 2020 – in Corona-Zeiten

„Ostern fällt dieses Jahr aus – wegen Corona!“ Das war einer der ersten Gedanken, als klar war, dass wegen der Epidemie auch keine Gottesdienste stattfinden dürfen. Ja, es wird dieses Jahr anders sein. Dennoch findet Ostern statt! Gott hat Leid und Tod besiegt! Das gilt auch in diesem Jahr, möchte uns besonders in schweren Zeiten ermutigen.

Die Gemeindemitglieder haben in diesen Tagen Post aus der Evangelischen Kirchengemeinde Plaidt bekommen, mit Anregungen, die einzelnen kirchlichen Feiertage (Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern) bewusst zu gestalten. An dieser Stelle veröffentlichen wir als Ergänzung nach und nach Predigten, Lieder, Impulse für Kinder, Web-Tipps.

Gerne verweisen wir auch nochmal auf die Möglichkeit der Online-Kollekte. Vielen Dank für Ihre Spende!

Auch wenn wir uns nicht in der Kirche sehen können. Zuhause im Gebet sind wir dennoch verbunden.

Es geht los mit einem Beitrag für Kinder – „Ostern auf der Spur“ von Pfarrerin Michelle Friedrich (Kinderkirche Winningen), klick mal hier!

Die Ostergeschichte – erzählt (nicht nur) für Kinder von Pfarrerin Metje Steinau (Mayen) – findet Ihr hier.

Palmsonntag (5. April 2020) – Grenzmomente

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

„Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!“

Johannesevangelium 12,12-19

Heute noch wie ein Star bejubelt, morgen schon fallen gelassen. Der feierliche Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag bildet zugleicht den Beginn der Karwoche. Tage später nur rufen sie: Kreuzige ihn! Freudige Gesichter – plötzlich hasserfüllt. Und doch ist es grade Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Manchmal ist nichts wie es scheint, erst hinterher wird mir das klar: Ein fröhliches Gesicht versteckt tiefe Trauer, wer Härte zeigt, kann auch barmherzig sein und hinter einer scheinbar so düsteren Zukunft verbirgt sich eine neue Chance.

Guter Gott, wir möchten einen Sinn hinter allem entdecken und die unsicheren Zeiten sicher machen. Schenke uns Zuversicht, auch in der Dunkelheit die Leuchtfunken der Hoffnung zu erkennen. AMEN.

Eine Predigt mit Gebet zum Palmsonntag von Pfarrerin Michelle Friedrich finden Sie hier. Das Regenbogen-Ausmalbild für Kinder hier.

Karwoche – Aushalten

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

„Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen!“ (Ev. Gesangbuch Nr. 91)

Eine Anregung:

Die Tageslesungen der Karwoche aus der Bibel (Passionsgeschichte Jesu nach Markus) bewusst lesen und bedenken.

Montag: Markus 14,53-65

Dienstag: Mk 14,66-72

Mittwoch: Mk 15,1-15

Gründonnerstag: Mk 15,16-23

Karfreitag: Mk 15,24-41

Karsamstag: Mk 15,42-47

„Herausforderung“ angenommen…?

Gründonnerstag (9. April 2020) – Gemeinschaft ohne Ende

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

„Nehmet, esset; das ist mein Leib.“

Matthäusevangelium 26,17-30

Gerade in dieser Zeit sozialer Isolation bedeutet Gemeinschaft etwas ganz Besonderes: für die Familien, die nun ungewöhnlich viel Zeit miteinander verbringen, aber vor allem für diejenigen, die gerade auf sich allein gestellt sind, die auf Besuch verzichten müssen und sich nach Nähe sehnen. Umso mehr berührt uns die Botschaft des letzten Abendmahls. Jesus teilt Brot und Wein mit seinen Tischgenossen und er verspricht: Selbst dann, wenn wir uns nicht mehr persönlich sehen können, wird unsere Gemeinschaft weiterbestehen. Ich bin immer bei euch! Und was er damals verspricht, das gilt auch für uns heute.

Gott, unser Vater, viele sind einsam in diesen Tagen und Wochen. Wir vermissen Berührungen und Nähe. Lass uns deine Gemeinschaft spüren, die kein Ende kennt, dass wir uns in dir verbunden fühlen. AMEN.          

Eine Predigt mit Gebet zum Gründonnerstag von Pfarrerin Michelle Friedrich finden Sie hier. Darin ist auch eine Idee zur Feier eines Haus-Abendmahles enthalten.

Karfreitag (10. April 2020) – Der erste Schritt

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

Jesus am Kreuz sprach: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“

Lukasevangelium 23,32-49

Wir Menschen machen uns schuldig, Tag für Tag. Wir werden unseren Mitmenschen, uns selbst, der Natur und auch Gott nicht gerecht. Das ist eine Realität: Sünde, Unrecht und Ungerechtigkeit, daraus folgen menschliches Leid und Schmerzen. Doch wir müssen an unserer Schuld nicht zerbrechen. Wir können sie aussprechen, beim Namen nennen. Gott hat den ersten Schritt gemacht. In seiner Passion, im Kreuzestod Jesu. Er stirbt für uns. Seither ist Vergebung möglich. Und Umkehr. Und Hoffnung. Neues Leben.

Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich. AMEN.

Eine Predigt mit Gebet von Pfarrer Michael Stoer finden Sie hier, ein Passionslied zum Hören und Sehen hier.

Karsamstag (11. April 2020) – Würde, über den Tod hinaus

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

„Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz und wickelte ihn in das Tuch. Dann legte er ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war, und rollte einen Stein vor den Grabeingang.“

aus der Tageslesung für Karsamstag: Markus 15,42-47

Nur ganz wenige Leute bewahren Menschlichkeit, Humanität, in diesem abgründigen, unmenschlichen Kreuzigungsdrama. Einer von ihnen ist ein Mann namens Josef von Arimathäa. Er kümmert sich um den Leichnam Jesu. Er bewahrt die menschliche Würde, die über den Tod hinaus besteht.

Ich denke heute am Karsamstag, dem „Tag der Grabesruhe Jesu Christi“, besonders an die Menschen, die in diesen Tagen um einen lieben Menschen trauern. Die wegen der Corona-Maßnahmen keine Chance hatten, so Abschied zu nehmen, wie sie es sich gewünscht hätten: mit einer Trauerfeier in der Kirche oder der Friedhofskapelle, mit vielen Freunden und Angehörigen. Und ich denke an die Leute, die auch in diesen Tagen unter erschwerten Bedingungen alles dafür tun, um eine würdige Beisetzung zu ermöglichen. Danke an die Bestatterinnen und Bestatter!

Ostersonntag (12. April 2020) – Auferstanden

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

„Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“

Markusevangelium 16,1-8

So lautet die Osterbotschaft des Engels an die Frauen, die zum leeren Grab kommen. Jesus lebt! Mit seiner Auferstehung hat sich unser Leben grundlegend verändert. Gott hat an ihm gezeigt, dass er zu uns steht in aller Not und Pein. Er geht sogar durch den Tod hindurch mit uns mit. Wir dürfen auf ein Leben in Gottes Gegenwart hoffen.

Halleluja! Du bist auferstanden, Jesus Christus! Dein Licht macht unser Leben hell. Groß bist du, denn du hast den Tod besiegt, damit wir leben. AMEN.

Eine Predigt mit Gebet sowie weitere Oster-Ideen von Diakonin Jutta Schultz von Dratzig finden Sie hier.

Eine Anregung: Entzünden Sie heute eine Kerze und stellen Sie diese ans Fenster. Die Kerze erinnert an den auferstandenen Jesus, das Licht der Welt, und soll ein Hoffnungslicht für alle Menschen sein, die in der Corona-Krise leiden, sich Sorgen machen, erkrankt sind oder mit viel Einsatz und Engagement anderen Menschen helfen. Das Licht möge auch für die Verstorbenen leuchten.

In Plaidt machen die Glocken der evangelischen Christuskirche und katholischen Pfarrkirche am Ostersonntag um 10:30 Uhr gemeinsames, volles Ostergeläut. Danach lädt, wie an jedem Sonntag, die Vaterunser-Glocke der Christuskirche noch ein, im Gebet miteinander verbunden zu sein.

Ostermontag (13. April 2020) – Mit Jesus auf dem Weg

(Grafik: Pfeffer/gemeindebrief.de)

Ein Spaziergang der besonderen Art. Ein Osterspaziergang.

Zwei von den Freunden Jesu sind draußen auf dem Weg – ganz gemäß den heutigen Corona-Abstandsregeln. Sie unterhalten sich über das, was sie erlebt haben in den letzten Tagen. Im Gepäck haben sie: Frust, Trauer, Enttäuschung.

Was dann passiert… nachzulesen in einer der „berührendsten“ Geschichten der Bibel: Lukas 24,13-35.

Frohe Ostern!

Ostern@Home

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat eine Zeitungsbeilag zu Karfreitag und Ostern veröffentlicht. Darin ist auch eine Liturgie enthalten, mit der zuhause Gottesdienst gefeiert werden kann, auch ein Hausabendmahl ist möglich.

Die Zeitungsbeilage finden Sie hier, die Haus-Liturgie hier.